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Fasnet zieht Tausende an

Großes Interesse am Narrensprung in Einsingen

Einsingen.  Zahlreiche Zuschauer säumten gestern die Umzugsstrecke beim regionalen Narrensprung in Ulm-Einsingen. Dabei wirkten fast 80 Narrenzünfte mit.

Der 20. Narrensprung der Alb-Donau-Region (ADR) hat am Sonntag im Ulmer Stadtteil Einsingen trotz des winterlichen Wetters viele Zuschauer angezogen. Seitens des Veranstalters, der Einsinger Wasaschomberler, rechnete Zunftmeister Andreas Salzer mit bis zu 3000 Besuchern. Vom Startpunkt Möbel- Prinz zogen fast 80 Zünfte mit rund 2500 Mitwirkenden durch die Rötelbachstraße zur Mehrzweckhalle, wo auch ein Festzelt aufgebaut war.

Ortsvorsteher Rudolf Stadler, der den ADR-Narrensprung von einem der vier entlang der Umzugsstrecke aufgebauten Sprecherwagen aus verfolgte, zeigte sich erfreut über die gute Resonanz. Dieser Erfolg habe sich bereits beim vorausgegangenen Brauchtumsabend im Zelt mit 1000 Besuchern abgezeichnet. Alle Einsinger Vereine hätten, beispielsweise mit Getränkeständen, an der Veranstaltung mitgewirkt.

Die gute Stimmung zeigte sich gleich daran, dass der Polizei-Einsatzwagen, der dem Umzug vorausfuhr, mit dem improvisierten Narrenruf "Tatü-tata" begrüßt wurde. Zunftmeister Salzer und Willi Girner von den Burren-Hexen wechselten sich auf dem Hauptwagen bei der Raiffeisenbank in der Moderation ab, ohne heiser zu werden.

Sie feuerten das Publikum mit Sprüchen wie "Wir sind doch hier nicht im Altersheim" lautstark zum Einstimmen in den jeweiligen Narrenruf auf. Die Narren ließen sich nicht lumpen und warteten mit zahlreichen Showeinlagen wie den Hexen-Pyramiden auf - wie gleich zu Anfang die Zunft Ulmer Haglhex. Danach kam gleich die stattliche Truppe der Katzastrecker aus Blaustein, wo der ADR-Narrensprung im nächsten Jahr erneut über die Bühne gehen wird. 2012 ist dann Dornstadt der Austragungsort.

Die Ulmer Zünfte brauchen sich unter den 56 ADR-Gruppen nicht verstecken, wie der Narrensprung in Einsingen zeigte. Auch die Egginger Esel und die Ecko mit ihrem auffälligen Häs gehörten zu den sehenswerten Gruppen des Umzugs.

Auch viele kleine und große Mäschkerle an der Umzugsstrecke hatten sich Mühe mit der Faschingsverkleidung gegeben. Die Narren trieben mit dem Publikum während des fast drei Stunden dauernden Umzugs die typischen Streiche. So mussten einige Mädchen im "Hexa-Karra" mitfahren, Hexen stopften immer wieder Konfetti in die Halskrägen der Zuschauer, eine Konfettikanone tat ihr übriges. Musikalische Akzente setzten Guggenmusiken wie aus Blaustein - mit dem Narrenruf "Inschdromenda-Quäler".


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Autor: FRANK KÖNIG | 01.02.2010

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